| | | Tauchner | | Kontakte zu SpenderInnen und Missionaren in aller Welt | | Danke! Neben dem Brief liegen Fotos auf denen die St. John De Britto-High School abgebildet ist: Lachende Kinder, ein überglücklicher Steyler Missionar und frohe Lehrer. Endlich können die Schüler in einem Schlafsaal übernachten und müssen nicht in den Klassenzimmern wohnen. P. Johann Resch freut sich.
Seit 25 Jahren leitet er die Missionsprokur. Diese ist die Schaltzentrale zwischen den Missionaren in aller Welt und den österreichischen Spenderinnen und Spendern. „Es ist ein Geschenk, dass ich meinen Mitbrüdern in den benachteiligten Regionen unserer Erde helfen darf. Dabei berührt mich besonders die Selbstlosigkeit und Großzügigkeit der Menschen, die die Aufgaben der Steyler Missionare mit ihren Gebeten und Spenden unterstützen.“ P. Johann Resch feiert am 4. April seinen 70. Geburtstag. Noch ist er nicht in Ruhestand, sondern managt die anspruchsvollen Aufgaben einer international tätigen Missionsprokur: Projektansuchen werden bearbeitet, Spenderinnen und Spender informiert, Unterstützungsaktionen geplant. Für den Steyler Missionar ist es ein Privileg mit den Förderinnen und Förderern in Kontakt sein zu dürfen. „Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass ich es nur mit guten Menschen zu tun habe, die ein offenes Herz für die Mission haben. Das tut auch mir gut.“
Schon als Junge kam er mit den Steyler Missionaren durch ihre Zeitschriften in Kontakt. Ihn faszinierten die spannenden Erzählungen von fremden Ländern, Brüder und Schwestern die in entlegenen Gebieten Menschen halfen und das Wort Gottes verkündeten. Als dann ein Freund begeistert vom ordenseigenen Kleinen Seminar in St. Rupert bei Bischofshofen berichtete, war die Entscheidung für den jungen Resch gefallen.
| | | SVD | | P. Resch in Ghana/Afrika | | 1968 wurde er in St. Gabriel zum Priester geweiht und ein Jahr später reiste er nach Ghana aus – für immer – wie er glaubte. Der Pfarrer, dem er als Kaplan zugeteilt war, ließ ihn von Anfang an völlig selbstständig arbeiten. „Du bist verantwortlich für alle Außenstationen, die links von der Straße im Busch sind.“ so lautete der Arbeitsauftrag. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als einen einheimischen Mitarbeiter zu suchen, der ihn in die Sprache und Bräuche des Krobo-Volkes einführte. Hans Resch übernahm später die ganze Pfarre Agomanya. 1984 erhielt er einen Brief, der sein Leben massiv ändern sollte. Der Provinzobere aus Österreich schrieb ihm, dass in St. Gabriel jemand für die Missionsprokur gebraucht wurde. „Bitte sag nicht nein!“ In den 16 Jahren ist ihm Ghana zur neuen Heimat geworden. Der Abschied war überwältigend und schmerzlich. Der Häuptling des Krobo-Volkes verabschiedete ihn als einen der ihren. Als Fremder war er gekommen und als ein Freund ging er.
1985 kam P. Johann Resch zurück nach Österreich, wo er im darauffolgenden Jahr die Leitung der Missionsprokur St. Gabriel übernahm. Aufgrund seiner eigenen Erlebnisse weiß er, wie notwendig es für einen Missionar mitten im Busch oder in einem Armenviertel ist, dass es Menschen gibt, die ihn mit Gebeten und Gaben unterstützen. Auf die Frage, was er sich denn am meisten wünsche, antwortet er, „Dass es hier gut weitergeht und dass wir auch zukünftig Menschen durch Worte und Taten die Frohe Botschaft verkünden können.“ |